Frank Schirrmeister Feierland
Festlichkeiten als Ausnahme vom Alltag – das war einmal. Es scheint, als hätte die das Land überziehende Event-Kultur das Feiern längst zum Normalzustand gemacht. Geschuldet ist diese Feierwut vor allem den touristischen Event-Strategien der Städte und Gemeinden. Besucht man eine Zeitlang regelmäßig alle Arten von Volksfesten, wird einem auch schnell klar, dass das Feiern ein gewichtiger regionaler Wirtschaftsfaktor geworden ist. Jedes Wochenende zieht die Karawane der im Feier-Business tätigen Gewerbetreibenden durch die Region. Viele Menschen haben mit dieser Form der Selbständigkeit versucht, dem Schicksal Arbeitslosigkeit als Kleinunternehmer oder „Ich-AG“ zu entfliehen. Klingt zwar gut, machen aber andere auch und konkurrieren um die gleiche, wenig zahlungskräftige Kundschaft. Jedes neu geschaffene Event ist da gut für den Umsatz. Mit diesen Überlegungen im Hinterkopf bin ich durch das Land gefahren, habe Volksfeste besucht und deren Besucher beobachtet und porträtiert.
Vita 1968 in Berlin geboren www.bildstelle.net |
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