Frank Schirrmeister

Feierland

 

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Festlichkeiten als Ausnahme vom Alltag – das war einmal. Es scheint, als hätte die das Land überziehende Event-Kultur das Feiern längst zum Normalzustand gemacht. Geschuldet ist diese Feierwut vor allem den touristischen Event-Strategien der Städte und Gemeinden. Besucht man eine Zeitlang regelmäßig alle Arten von Volksfesten, wird einem auch schnell klar, dass das Feiern ein gewichtiger regionaler Wirtschaftsfaktor geworden ist. Jedes Wochenende zieht die Karawane der im Feier-Business tätigen Gewerbetreibenden durch die Region. Viele Menschen haben mit dieser Form der Selbständigkeit versucht, dem Schicksal Arbeitslosigkeit als Kleinunternehmer oder „Ich-AG“ zu entfliehen. Klingt zwar gut, machen aber andere auch und konkurrieren um die gleiche, wenig zahlungskräftige Kundschaft. Jedes neu geschaffene Event ist da gut für den Umsatz.

Mit diesen Überlegungen im Hinterkopf bin ich durch das Land gefahren, habe Volksfeste besucht und deren Besucher beobachtet und porträtiert.

 

 

Vita

1968 in Berlin geboren
Berufsausbildung zum Facharbeiter für Anlagentechnik. Abitur auf dem zweiten Bildungsweg. Arbeit u.a. als Anlagentechniker, Taxifahrer, Filmvorführer, Rettungsschwimmer, Chauffeur
Studium der Neueren/Neuesten Geschichte und Europäischen Ethnologie an der Humboldt Universität zu Berlin (M.A.) sowie Filmwissenschaft in Norwich, England. Seit 2000 Mitarbeiter bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin
Studium der Fotografie, 2004 in der Klasse Werner Mahler, 2005-2007 an der OSTKREUZSCHULE für Fotografie und Gestaltung; Abschluss bei Prof. Ute Mahler

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